Tuchów – Deutsche Version

1. Tuchów hat eine interessante und reiche Geschichte. Die erste nachgewiesene historische Erwähnung über diesen Ort stammt aus dem Jahr 1105: Aus einer Urkunde des päpstlichen Legaten Idzi erfahren wir, dass die Gattin von Władysław Herman Tuchów der Benediktinerabtei geschenkt hat. Um die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert funktionierte in Tuchów ein florierendes Salzbergwerk. Dank dem Werk verleiht Kasimir der Große 1340 dem Ort die Stadtrechte.
J. Długosz (polnischer Schriftsteller aus dem 14. Jh.) erwähnt in seinen „Annalen” die Entwicklung des Handwerks: der Müllerei, Tischlerei, Böttcherei, des Schmiede- und Kürschnerhandwerks. Bis in das 17. Jh. hinein entwickelte sich die Stadt sehr günstig, indem sie ihre Einnahmen aus verschiedenen Handwerken, aus der Salzgewinnung und dem Handel erzielte. Die Händler von Tuchow gelangten bereits damals bis nach Rom, Lemberg, Moskau, Berlin und Wien. Um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert trugen Überfälle fremder Truppen, Brände und Seuchen dazu bei, dass die Stadt zu verfallen begann. Eine allmähliche wirtschaftliche Wiederbelebung setze erst Ende des 19. Jahrhunderts ein. Angefangen wurde sie mit der Freigabe der Bahnlinie Tarnau – Leluchów zur Nutzung. Im 16. Jahrhundert begann hier die Verehrung des Bildnisses der Heiligen Jungfrau Maria. Die Kunde von Wundern, die an dem Gemälde geschahen, verbreitete sich schnell. Jedes Jahr, in der ersten Juliwoche pilgern ganze Scharen von Gläubigen in das Sanktuarium zur Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria (das für das wunderbare Bildnis der Muttergottes von Tuchów berühmt ist). Während des ersten Weltkrieges wurde Tuchów weitgehend zerstört, es wurden hier schwere Kämpfe geführt, wovon Friedhöfe aus dieser Zeit zeugen. Während des zweiten Weltkrieges zeigte sich das Schicksal gnädiger für Tuchow. Die Stadt wurde verschont und nach 1945 begann ihre allmähliche Entwicklung. Es wurden Schulen, ein Krankenhaus, kleinere Arbeitsbetriebe, Wohnsiedlungen organisiert und erbaut, man stellte das Rathaus und den Altmarkt wiederher, errichtete das Haus der Kultur, eine Kläranlage, führte die Gasifizierung durch, das Wasserwerk entstand. Heutzutage zählt Tuchów 6 632 Einwohner.

2. Die Gemeinde Tuchów liegt in einem Teil des Karpatenvorlands, im Teil von Ciężkowice und Rożnów, ihr Gebiet durchschneidet der Fluss Biała. Die Lage der Gemeinde ist sehr günstig, denn sie liegt lediglich 16 km von Tarnau und 100 km von Krakau entfernt. In der Gemeinde verläuft eine Woiwodschaftsstraße, die Tarnau mit Krynica verbindet, sowie eine Bahnlinie, die „Leluchowska“ genannt wird und die Gemeinde praktisch mit dem ganzen Europa verbindet. Zu malerischen Elementen der hiesigen Landschaft gehören die die Gemeinde umgebenden Hügel, die bei der Heraushebung der Karpaten entstanden sind; der höchste darunter ist Brzanka. Ihre Abhänge sind sanft, die Neigung von 20 Grad verlockt zur Wandertouristik. Im Jahre 1990 feierte Tuchów sein 650-jähriges Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte. Zu diesem Anlass wurde ein Wanderweg um die Stadt herum (mit einer Länge von 20 km) abgesteckt. Die Gemeinde verfügt über agrotouristische Bauernhöfe, und ist besonders im Sommer und Herbst sehenswert, wenn die malerischen Wälder voll von Pilzen, Blau- und Himbeeren sind.

3. Partnerstädte
Die Stadt und Gemeinde Tuchów arbeitet mit 7 Städten aus 7 europäischen Ländern zusammen:
• Saint Jean de Braye – Frankreich
• Illingen – Deutschland
• Pettenbach – Österreich
• Detva – Slowakei
• Martfu – Ungarn
• Mikulov – Tschechien
• Baranivka – Ukraine

4. Adresse
Urząd Miejski w Tuchowie
33-170 Tuchów
Hauptsitz – Rathaus , ul. Rynek 1
Verwaltungsgebäude, ul. Jana Pawła II 4
Tel. (014) 652 51 76, (014) 652 54 74
Fax: (014) 652 51 09
um@tuchow.pl
www.tuchow.pl

5. Gemeindebehörden:
Bürgermeister der Gemeinde: Adam Drogoś
Stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde: Kazimierz Kurczab
Vorsitzender des Stadtrates: Ryszard Wrona

Tłumaczenie: www.msj.edu.pl


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